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Knochengesundheit beim Prostatatumor

Published on May 10, 2016 by in Urologie

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LINK: Knochenabbau bei der Hormontherapie
Hat der Prostatakrebs bereits Ableger im Knochen und den Lymphknoten gemacht, muss eine Therapie gewählt werden, welche im gesamten Körper wirkt. Häufig wird hier bei hohen PSA-Werten oder Symptomen (Knochenschmerz, Probleme beim Wasserlösen) eine Hormontherapie begonnen.
Durch eine Spritze alle 3 Monate werden Signalstoffe im Körper blockiert und so die Produktion des männlichen Hormons Testosteron sehr stark gedrosselt. Da die meisten Prostatatumore Hormone zum Wachsen benötigen, kann das Tumorwachstum so für Monate bis Jahre gestoppt werden. Dieser nötige Eingriff auf die Hormonachse führt aber auch zu einer Reihe von unerwünschten Nebenwirkungen.
Während viele Patienten die Nebenwirkungen wie Schweissausbrüche, Abnahme der Muskelkraft und vermehrte Müdigkeit sofort bemerken, sind auch Nebenwirkungen welche schleichend entstehen bekannt.
Da Hormone den Knochenumbau steuern, kommt es durch die Senkung des Testosterons zu einem Verlust der Knochenstärke welche v.a. bei Patienten mit Risikofaktoren zu einer Knochenbrüchigkeit (Osteoporose) führt. Knochenbrüche beim Prostatatumor zwingen oft zu einer langen Bettlägerigkeit und führen zu einem starken Verlust der Lebensqualität.
Glücklicherweise können wir dieser Schwächung der Knochenstruktur durch verschiedene Medikamente gegensteuern. Anfänglich genügt es alle 6 Monate eine Spritze zu verabreichen. Je nach Krankheitsverlauf wird die Wirkung aber verstärkt, indem später jeden Monate eine Dosis appliziert wird. Dabei ist es wichtig, dass der Patient gleichzeitig für eine gute Kalziumzufuhr sorgt, um den Knochenaufbau zu erlauben.

Knochengesundheit während der Hormontherapie ist wichtig und sollte immer mit dem Patienten besprochen werden.

 
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