Webseite von Daniel Eberli MD PhD 

Facebook Twitter Gplus YouTube Google Maps E-mail RSS
Home Uncategorized Wracktauchen in Kroatien: Die Baron Gautsch
formats

Wracktauchen in Kroatien: Die Baron Gautsch

gautsch2Vor etwas mehr als 100 Jahren ist die „Baron Gautsch“ während des ersten Weltkrieges von Süden her Richtung Triest (Österreichischer Hafen) unterwegs. Dieses stolze und moderne Linienschiff nutzte bereits einen Dieselmotor mit Öl statt der üblichen Kohle. Wegen der minenverseuchten Gewässer ist sie einem weiteren Schiff gefolgt, welches auch eine österreichische Flagge gesetzt hatte. Ein heimtückischer und tödlicher Fehler, wie sich bald heraus stellen sollte. Die „Baron Gautsch“ war von der österreichischen Marine in Tarnfarben umgemalt worden und musste danach Material und Personentransporte durchführen. Wer zur Mittagszeit beim Umfall am Ruder war, ist nicht klar. Das vordere Schiff hat noch mit allen mittel versucht zu signalisieren, dass es ihm nicht  folgen soll, denn es war ein Mienenlegerboot der österreichischen Flotte. Wenige Minuten später riss eine Seemine ein  grosses Loch in den Bug der „Baron Gautsch“ und das Schiff sank innert wenigen Minuten. Die Passagiere hatten wenig Überlebenschance, da die aufgewühlte See das ausgelaufene Öl zu einer tödlichen, klebrigen Masse vermischte. 

Das Wrack steht aufrecht auf 40m Tiefe und wird von den hiesigen Tauchschulen als Ausflug angeboten. Der Abstieg erfolgt entlang einer 30 m Leine zum Bug des Wracks. Bereits die imposante Ankerwisch ist korrallenbewachsen. Der Einstieg ins Wrack gelingt einfach über die Fensteröffnungen der Brücke des Kapitäns. Danach taucht man weiter zum Deck der ersten Klasse und folgt dem langen seitlichen Gang bis zum Heck. Auf der Seite ist die Reling noch gut erhalten, welche den Passagieren den Blick auf das offene Meer geboten hat. Die Bodendielen sind nach 100 Jahren praktisch weggefressen und geben den Blick auf die unteren Etagen frei. Mit einer Taschenlampe entdeckt man viele verschiedene Fischarten in den Ritzen und Korallen. Unglaublich wie dieses künstliche Riff lebt. Wegen der Tiefe sind jedoch die Farben nur im Schein der Lampe zu erkennen. Auch der Tauchcomputer warnt bereits, dass wir nur noch wenige Minuten auf dieser Tiefe bleiben dürfen um, keinen Dekompressions-Tauchgang zu riskieren. Auf dem Rückweg tauchen wir beim Motorraum vorbei und entdecken seltsam grosse Kessel (Öltank?). Das Wrack verlassen wir wieder über die Frontfenster der Brücke und beginnen den langsamen Aufstieg. Nach 2 Sicherheitsstopps erreichen wir glücklich, und eine schönes Abendeuer reicher, die Oberfläche.

 
 Share on Facebook Share on Twitter Share on Reddit Share on LinkedIn
No Comments  comments